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24.11.07

Stop-Over Kanada Ost

Stipp-Visite in Toronto und bei den Niagara-Fällen. Kälte-Schock! Von den sommerlichen kalifornischen Temperaturen in den Winter mit bis zu sieben Grad minus! Bedauert uns ;-) Die Niagara-Fälle sind einfach grandios, unendliche Wassermassen stürzen gewaltig in die Tiefen. Um genauer zu sein: in einer Minute fließt soviel Wasser hinunter, dass eine Millionen Badewannen gefüllt werden könnten. Wäre allerdings zu kalt, um es lange darin auszuhalten. Fast so ungemütlich wie in den Fässern, auf denen sich Todesmutige alle paar Jahre die Fälle herunterstürzen.
In Toronto sind wir bei Ina und ihrem Mann und sitzen hauptsächlich in deren muckelig warmen Wohnung herum. Als wir uns herauswagen, zeigt sich eine architektonisch sehr schöne Stadt mit ausgeprägten Wolkenkratzern. Und wie wunderbar, wir haben wieder jemanden gefunden, mit dem wir lachen und ordentlich einen trinken können. Drei Abende hintereinander – finden wir super. Zack, Bier weg. Auch entdeckt: Die besten Chicken-Wings Kanadas. Fix geht der Zwischen-Stopp vorbei und wir freuen uns darauf, lange Wollunterhose gegen Bikini und Flip-Flops auf Barbados eintauschen zu können.

Seht hier verdammt viel Wasser




Posted by stefan at 03:04 | Comments (1)

19.11.07

Get your kicks on Route 66

Ein weitere Abschnitt unserer Reise geht für dieses Jahr zu Ende: Der nördliche Teil unserer Panamericana, wir sind von Alaska bis nach Los Angeles geradelt. Wir verließen die Wüste und haben beim Zelten am Straßenrand zum Glück weder Skorpione oder Schlangen gesehen. Die letzten Meilen legten wir stilvoll auf der legendären Route 66, der „Mother Road“ zurück. Ein wenig wehmütig sind wir schon, aber es geht ja genau hier Anfang Februar weiter Richtung Argentinien.
In L.A. erwartete uns endloser Verkehr, Zilliarden Autos und ein niemals endender Brei aus Fast Food Ketten, Motels, Einkaufszentren und „Suburbia“, Spitzname der ausgedehnten Einfamilienhaussiedlungen. Sherry, die wir in Montana getroffen haben, hat uns in L.A. zu sich nach Hause eingeladen und es fünf Nächte mit uns ausgehalten. Sie zeigte uns die Stadt, in ihrem riesigen knallroten Ford Pick-Up rollten wir über den Walk of Fame. Es war super, danke Sherry! Wir besichtigten die Universal Studios, ein unglaubliches Spektakel - speziell nach der Einsamkeit der Wüste. Außerdem brachte sie uns in den In & Out Burger – Freunden des Big Lebowski bestens bekannt. Dann hieß es Packen und ab in den Flieger nach Toronto, wo wir ein paar Tage bleiben.

Rollt mit uns aus der Wüste nach Hollywood




Posted by stefan at 02:44 | Comments (0)

12.11.07

Leaving Las Vegas

Nach unseren wunderbaren Verwöhntagen in Wiebkes und Ralfs Campervam hielten wir es noch zwei weitere Tage in Las Vegas aus. Dann zog es uns in die Wüste, zunächst zelten unter dem Sternenhimmel im Red Rock Canyon, dann ging es ins Tal des Todes. Da es um fünf Uhr abends stockdunkel ist, müssen wir ganz schön früh aufstehen, um unser Tagespensum zu schaffen. An der Death Valley Junction gibt es ein sehr skurriles, aber schönes Motel, zu dem ein kleines Opernhaus gehört. Dort tritt jeden Samstagabend eine ehemalige Prima-Ballerina auf, die Dame ist mittlerweile rüstige 83 Jahre alt. Am nächsten Tag glaubten wir zunächst an eine Fata Morgana, doch es waren dreißig englische Radler, die für ihre Organisation gegen Landminen http://mag.org.uk unterwegs waren. In Furnace Creek, Zentrum des Tal des Todes, glaubten wir gleich zweimal unseren Augen nicht, zum einen tummelten sich in der vermeintlichen einsamen Wüsten 3000 rüstige „49ers“, die hier das Andenken an die 1849er Pioniere (die hier verdursteten) pflegten, zum anderen trafen wir zum dritten Mal auf unseren argentinischen Freund Damian, der sich auf dem Weg in die Heimat das Death Valley nicht entgehen lassen wollte. Wir hatten fast ein wenig Angst, dass wir nach den ganzen Nationalparks des Westens nichts mehr aufnehmen konnten, aber Zabriskie Point und Badwater mit ihren wie von Künstlern gestalteten Farben zogen uns noch einmal in den Bann. Tagsüber 33 Grad, nachts 15 Grad – wirklich angenehm. Wir zelteten einen Tag wild mitten in der Wüste und ein Sturm fegte über das Zelt. An Schlaf war nicht zu denken, aber dank 12 Heringen und Sturmleinen hat unser treues oranges MSR gehalten. Von 65 Metern unter dem Meer schraubten wir uns auf 1010 Meter, um das Tal wieder zu verlassen. Nun sind wir in Shoshone, ein 100 Seelen Dorf, mit einer Hippie-Kommune inklusive indischem Cafe. Die Wüste lebt.

Seht hier die Bilder vom Death Valley.




Posted by julia at 01:47 | Comments (4)

02.11.07

Viva Las Vegas

Gastbeitrag von Wiebke und Ralf: Wie beschreibt man diese Woche? „Life is good“. Ein Highlight reihte sich auf unserem Weg von Moab nach Las Vegas an das andere. Sonnenuntergang am Delicate Arch im Arches NP, Tanz auf dem Felsen im Capital Reef NP, Wanderung im wunderschönen Bryce Canyon (nachts frieren bei Minusgraden), fantastische Klettertour zum Angels Landing im Zion NP, wo Stefan am 15.05.2002 Julia den Heiratsantrag machte. Und zwischendurch ein erfrischendes Polygamy Porter im Land der Mormonen getreu dem Motto „Why just have one“. Der krönende Abschluss: Las Vegas. Mit unseren hervorragenden 5$ Kostümierungen von Wal Mart fanden wir leichten Eintritt zu den angesagtesten Halloween-Parties. Im Cesars Palace konnten wir uns leider nicht an den Wahlspruch von Caesar halten:“ Veni, vidi, vici!“ Sämtliche Versuche, die Bank zu sprengen scheiterten und wir mussten den Verlust von $20,- verkraften.

Begleitet uns auf unserer Camptour




Posted by julia at 18:31 | Comments (2)